Zitat Richtlinie VDI 2700:

"Die Ladung muss so gesichert sein, 

 

dass sie unter verkehrsüblichen Fahrzuständen 

 

weder ganz noch teilweise verrutschen, umfallen, verrollen, herabfallen oder 

 

ein Umschlagen des Fahrzeuges verursachen kann.

 

Zu den Gegebenheiten des Straßenverkehrs gehören auch 

 

Vollbremsungen, Ausweichmanöver und Unebenheiten der Fahrbahn."

Was ist zu beachten ?

Der Ladeflächenboden sollte möglichst eben und trocken, auf keinen Fall mit Schnee oder Eis bedeckt sein.

Bei vorhanden Bordwänden die Ladungsteile ohne freien Stauraum zwischen Ladung und Bordwand sowie untereinander verladen, wenn dies auf Grund der Größe der Teile bzw. der Lastverteilung nicht möglich ist, sollten Zwischenräume mit geeigneten Materialien ausgefüllt werden, z.B. Holzbalken bzw. -paletten, Luftkissen o.ä.

Rutschhemmende Unterlagen zwischen Ladung und Ladefläche benutzen, z.B. flache  Holzbalken (auf keinen Fall Hochkant oder mit quadratischem Querschnitt !!) oder noch besser Antirutschmatten.

Mit Spannmitteln wie Ketten oder Zurrgurten in Direkt- oder Diagonalzurrung sichern.

Zurrmittel regelmäßig auf Vollzähligkeit der Teile und Verschleiß bzw. Beschädigungen prüfen.

Beschädigte Teile dürfen nicht mehr verwendet werden ! Bei Quetschungen sind die Gurte auf Belastbarkeit zu prüfen oder auszutauschen !!

Niederzurrung nur verwenden, wenn die anderen Zurrarten nicht möglich sind.

!! Niederzurrung ist zwar die “einfachste”, deshalb die am weitesten verbreitete, aber auch die unwirksamste Methode zur Ladungssicherung, da hier je Gurt nur relativ geringe Sicherungskräfte aufgebracht werden können. !!

Werden Sicherungsmittel über Ladungs- oder Fahrzeugkanten geführt unbedingt Kantenschoner oder andere, geeignete Zwischenlagen verwenden.

Gurte und Ketten nur an den dafür vorgesehenen Anschlagpunkten einhängen, nicht über Bordwände führen.

Bei Niederzurrung großer Ladungsteile, die auf Balken oder ähnlichem gelagert sind, die Gurte immer in Höhe der Auflagepunkte anbringen, nicht zwischen diesen. 

=> Gefahr, dass sich die Gurte/Ketten lockern, Bruchgefahr der Ladung.

Zur Berechnung der erforderlichen Zurrkräfte bzw. Anzahl der Zurrmittel Faustformel oder eine Berechnungsschablone (können im Fachhandel, über GDV oder Berufsgenossenschaft bezogen werden) verwenden.