Sicherungsarten

 

Niederzurrung

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Diese Zurrart wird sehr oft angewendet, da hier eine Ladungssicherung mit relativ geringem Aufwand möglich ist.

Es ist jedoch gleichzeitig eine relativ ungenügende Methode, da die Ladungssicherung nur durch eine druckbedingte Erhöhung des Reibwiderstandes zwischen Ladung und Ladefläche erfolgt.

Sie ist somit meist nur zur Sicherung leichter Ladungen geeignet.

Nachteile:

- bereits bei mittelschweren Ladungen hohe Anzahl von Zurrmitteln erforderlich, da je nach Zurrgurt/Ratsche nur Kräfte zwischen 400 und 1000 daN aufgebracht werden können

- bei Ladungsgewichten über ca. 5 Tonnen sind meist so viele Zurrgurte notwendig, dass die Ladung praktisch mit einem Netz aus Gurten überspannt wäre, also völlig unökonomisch

- nicht geeignet für druckempfindliche Ladungen

- Ladung kann unter Umständen, besonders bei der Verwendung von Ketten, unter den Sicherungsmitteln  "durchrutschen"

Umschlingung

Unverständlicherweise selten anzutreffende Zurrart.

Die Wirksamkeit der Zurrmittel ist der Direktzurrung gleich zu setzen, es werden jedoch keine Anschlagpunkte an der Ladung benötigt.

 

Besonders gut geeignet für lange, schwere Ladungsteile.

 

Diese Methode ist relativ leicht zu realisieren, besonders wenn der Fahrer bzw. Verlader die benötigten Zurrgurte bereits vor der Verladung auf die Ladefläche legt.

 

Der Vorteil ist hier, dass die tatsächliche Zurrkraft der Zurrmittel im Direktzug (aufgedruckte Zurrkraft auf Typschild) genutzt wird. 

 

Beachte !

Die Ladung muss zusätzlich in der Längsachse des Fahrzeuges z.B. durch Kopflasching oder formschlüssige Verladung gesichert sein.

 

 

Diagonalzurrung

Noch relativ weit verbreitete Zurrart.

Hiermit lassen sich im besonderen Schwere Ladungen sicher Zurren, wird deshalb auch häufig bei Baumaschinen und Großgeräten angewendet.

Nachteile:

- am zu sichernden Ladegut müssen geeignete Anschlagpunkte für die Zurrmittel vorhanden sein

 

Schrägzurrung

Sehr effektive Zurrmethode, wird aber selten genutzt.

Nachteile:

- am zu sichernden Ladegut müssen geeignete Anschlagpunkte für die Zurrmittel vorhanden sein

- doppelte Anzahl von Zurrmitteln gegenüber der Diagonalzurrung erforderlich, da hier jede mögliche Bewegungsrichtung des Ladegutes einzeln gesichert wird

 

Horizontalzurren

Sehr selten anzutreffende Zurrart, meist nur für sehr flache Ladungen geeignet, da die Fahrzeuge aus technisch/ökonomischen Gründen in der Regel nur mit am Boden eingelassenen Zurrpunkten ausgerüstet sind.